Eisenstadt, 30. 3. 2026
Landesverband der Bienenzüchter als starke Stimme für Bienen und Imker
Der Landesverband Burgenländischer Bienenzuchtvereine feiert heuer sein 100-jähriges Bestehen. Die Landwirtschaftskammer Burgenland würdigt dieses Jubiläum als bedeutenden Meilenstein für die heimische Land- und Forstwirtschaft sowie für den Erhalt der Biodiversität im Land. „Seit einem Jahrhundert sorgt der Landesverband mit großem Engagement dafür, dass die Bienenzucht im Burgenland auf stabilen Beinen steht. Diese Kontinuität ist von unschätzbarem Wert – für die Imkerinnen und Imker ebenso wie für die gesamte Landwirtschaft“, betont LK-Präsident Nikolaus Berlakovich.

Rund 700 Imkerinnen und Imker sind aktuell im Burgenland tätig, der überwiegende Teil davon im Nebenerwerb oder als Hobby. Etwa 15 Betriebe werden im Vollerwerb geführt. Die Vermarktung erfolgt größtenteils direkt, die Erlössituation wird insgesamt als zufriedenstellend eingeschätzt. Die Imkerschaft im Burgenland ist hervorragend organisiert: 39 Ortsvereine bilden das Rückgrat des Landesverbandes. „Das gute Einvernehmen mit dem Landesverband und seinem Obmann, Imkermeister Herbert Grafl, zeigt, wie wichtig funktionierende Partnerschaften sind. Gemeinsam arbeiten wir daran, die Rahmenbedingungen für die Imkerei weiter zu verbessern“, so Berlakovich. Die Zahl der Imkerinnen und Imker ist stark gestiegen und in den letzten Jahren stabil geblieben.
Erfolg bei Herkunftskennzeichnung von Honigmischungen
„Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch für Honig beträgt etwa ein Kilogramm. Die Österreicher zählen damit zu den fleißigsten Honigkonsumenten in Europa. Der Selbstversorgungsgrad ist jedoch geringer und liegt bei nur etwa rund 50 Prozent, was bedeutet, dass über die Hälfte des Honigs importiert werden muss“, betont Berlakovich. Deshalb forderte die Branche jahrelang nach mehr Transparenz bei der Herkunft von importierten Honigmischungen. Mit der Umsetzung der sogenannten EU-„Frühstücksrichtlinie“ wird ab 14. Juni 2026 mehr Transparenz für Konsumentinnen und Konsumenten geschaffen. Künftig müssen bei Honigmischungen alle Ursprungsländer sowie deren prozentuale Anteile klar am Etikett ausgewiesen werden. „Damit endet endlich die Zeit der unklaren Sammelbezeichnungen. Die Konsumentinnen und Konsumenten können auf einen Blick erkennen, woher der Honig stammt. Das stärkt die Position unserer heimischen Qualitätsprodukte gegenüber anonymen Importen und sorgt für faire Wettbewerbsbedingungen“, erklärt Berlakovich.
„Bienen sind unverzichtbar für unsere Landwirtschaft. Ihre Bestäubungsleistung sichert Erträge, Qualität und Vielfalt in vielen Kulturen“, betont LK-Präsident Nikolaus Berlakovich. „Ohne die Arbeit der Imkerinnen und Imker wäre unsere Lebensmittelproduktion in dieser Form nicht möglich.“ Abschließend unterstreicht Berlakovich: „Gerade deshalb ist es so wichtig, dass es im Burgenland seit 100 Jahren eine starke Organisation gibt, die sich für die Bienenzucht einsetzt und die Interessen der Imkerschaft vertritt.“

